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Mensch und Tier (Adam u behema, ischa we kelev, chatull, sus ...) sind eine Einheit. Sie sind Partner und Gefährten auf der Erde. Stirbt der eine, wird auch der andere bald  von  der Erde verschwinden.
Tierethik in der modernen Medizin
 
Jüdische Positionen zu
 
* Tierversuchen
 
* Xenotransplantation 
(Sind Chimären aus jüdischer Sicht erlaubt?)
 
* Tieren als Organbanken
zeigen ein hohes Maß an Pragmatismus.
Es gilt: Erlaubt ist, was dem Menschen und seiner Gesundheit nützlich ist. Das Recht des Tieres auf Unversehrtheit wie in der Tora gefordert, ist weitgehend in Vergessenheit geraten.
 
 
 
 
Religionsfreiheit und Tierschutz
Der Anthropozentrismus im Tier- und Naturverständnis des Abendlandes erlaubte es jahrhundertelang nicht mehr, die Tiere als Individuen zu erkennen, die Partner des Menschen sind wie dies die Tora und die Halacha beschreibt.
Der vegane Schöpfungsbericht wurde zudem systematisch verleugnet. Die Erlaubnis Fleisch zu essen - nach jüdischer Praxis eine Ausnahmeregelung - wurde fehlgedeutet.
Heute darf die Frage nicht länger lauten:
Welche Rechte werden den Religionen, beispielsweise den abrahamitischen Religionen - gewährt, sondern:  Welche Rechte haben die Tiere?
Dürfen sie weiterhin im Namen der Religion, des religiösen Brauchtums, der religiösen Traditionen, getötet und genutzt werden so als handele es sich um unbelebte, nicht empfindungs- und nicht leidensfähige "Gegenstände" wie dies weiterhin praktiziert wird, gerade von den Religionen.
Der Auftrag des Menschen lautet nicht Ausbeutung, sondern Verantwortung und Pflege.
der Mensch wurde als Schomer ha Adama, Hüter von Natur, Tieren, "Erde" eingesetzt.
Die vegetarische Lebensweise wird als ethisches Ziel betrachtet, da sie  auf die Gewalt verzichtet.
Nur wer vegetarisch lebt, kann das Verbot des Blutverzehrs erfüllen.
Zur Religionsfreiheit  gehört  auch die Pflicht, diese religiösen Pflichte  zu  beachten und sie nicht gemäß eigener Interessen, Gier oder Bequemlichkeit zu deuten.
 
Fleischfabriken sind mit den Werten von Religionen ebensowenig vereinbar wie Akkordschlachten oder genetische Verstümmelung zur Profitmaximierung.
Daß Menschen sich daran gewöhnt haben, in Parallelwelten zu leben, daaß sie  die Bestialität der Schlachtfabriken akzeptieren, bedeutet nicht, daß diese Bewußtseinsspaltung "normal" und mit der Zukunft der Zivilisation vereinbar ist.
Rabbiner gegen Tiermißbrauch im Namen der Religion
 
Rituale wie das Kappores Schleudern von Hühnern vor Jom Kippur werden inzwischen auch von Rabbinern als Tiermißbrauch eingestuft. Immer mehr Rabbiner rufen vor  Jom Kippur dazu auf, das Kappores Schleudern zu unterlassen, da es mit dem Verbot der Tierquälerei nicht in Einklang zu bringen ist.
Nein zum betäubungslosen religiösen Schlachten.
 
Nein auch zur Darstellung, das ""Schächten" sei die "hinterhältigste und grausamste Methode des Tötens". Diese  Dämonisierung des jüdischen Schächtens Hand in Hand mit der  Idealisierung des vermeintlich schonenden konventionellen Schlachtens mit Betäubungsverfahren, beruht auf einer kollektiven Abwehr des eigentlichen Skandals, daß nichtmenschliche Tiere unter grausamsten Bedingungen als "Fleischlieferanten" behandelt werden, von der Zeugung bis zum Tod. 
Das betäubungslose jüdische Schlachten - und dies muß immer wieder betont werden, widerspricht unter den heutigen Bedingungen, der jüdischen Tierschutzethik. Die Intention des jüdischen Gottes- und Menschenbildes ist der Schutz des Schwachen und das Verbot des Tötens und der Grausamkeit.
 
Tatsache ist, daß diese Forderungen kollektive Abwehr und Feindseligkeit hervorrufen.  Die Überbringer schlechter Nachrichten sind nicht "everybody`s darling".  Die Mehrheit der jüdischen, ebenso wie der  nichtjüdischen Menschen berufen sich weiterhin  auf ein vermeintlich von Gott erhaltenes Privileg, Tiere tötens zu dürfen. Jüdische Tierschützer und Tierrechtler sind  gezwungen mit Ausgrenzung und Diskriminierung zu leben.
 
Nein zum Pferderennsport in Israel.
Nicht zuletzt wegen der sinkenden Gewinnchancen in Deutschland aufgrund des Urteils zugunsten des Staatlichen Monopols des Glücksspiels, ziehen private  Wettanbieter nunmehr nach Israel, um dort den Pferderennsport und das Wettspiel zu etablieren. Gemeinsam mit den Israelischen  Tierschutzorganisationen kämpfen wir gegen die Einführung des Pferderennsports in Israel.
Auch für Deutschland und Europa gilt: Tierrennen, tierquälerische Praktiken des Dressur-, ebenso wie des Freizeitsports, sowie  Wetten auf Tiere widersprechen nicht nur dem jüdischen Verbot der Tierqälerei, sondern auch dem Tierschutzgesetz!
 
 
 
 
 
 
 

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