Wider die Tierquälerei
Louis Gompertz schrieb eine Abhandlung "Wider die Tierquälerei" und gründete im Jahr 1832 gemeinsam mit anderen Tierschützern die Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals (RSPCA). Er schrieb im Jahr 1824 den Klassiker der modernen Tierschutzbewegung:
Moral Inquiries on the Situation of Man and Brutes
Hier stellt er eine Verbindung her zwischen der Moral der Menschen und ihrem Umgang mit den wehrlosen Tieren.
Sein Manuskript "Fragments in Defence of Animals" konnte er nicht mehr beenden durch seinen Tod im Jahr 1861
Henry Spira
war einer der Mitbegründer der Tierrechtsbewegung.
Sein Motto: "Wenn man merkt, daß etwas nicht in Ordnung ist, muß man etwas dagegen unternehmen."
Als Henry Spira merkte, was mit den Tieren in den Labors der Industrie und der Wissenschaften passierte, kämpfte er gegen diese Tierversuche und machte auch vor Tierbefreiungen nicht Halt. Sein Lebensweg zeigt das allmähliche Erwachen eines neugierigen und empathischen "Menschen". Vom nicht bewußten Tiernutzer wurde er zum Tierrechtler, der erkannte, daß unsere gesamte Kultur einen blinden Fleck hat, wenn es um Tiere geht.
Sehr empfehlenswert, um den Lebensweg dieses Tierrechtlers und Vorreiters der heutigen Tierrechtsbewegung zu verstehen ist das Buch:
Henry Spira und die Tierrechtsbewegung
von Peter Singer
erschienen im Harald Fischer Verlag, Erlangen 2001
Shechita (betäubungsloses religiöses Schlachten)
Jüdische Stimmen zum Schlachten und zum Fleischverzehr:
"Das Schächten ist eine religiöse Vorschrift. Aber heute gibt es Betäubungsmethoden. Und ich sehe nicht ein, weshalb man ein Tier nicht betäuben soll, um ihm so die Todesangst zu ersparen. Daß die Tiere Todesangst ausstehen, beweist, daß sie die Flucht ergreifen wollen. Der Schöpfer kann also nichts gegen eine Betäubung haben, wenn seinen Geschöpfen die Todesangst erspart bleibt. Wenn damit ein religiöses Verbot verletzt wird, bin ich bereit, vor dem Schöpfer diesen Standpunkt zu vertreten. Wenn wir Tiere schon essen, dann soll wenigstens ihr Tod so schonend wie möglich erfolgen!"
Dr. Sigi Feigel, Ehrenpräsident der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich
"Damit dieser vollgefressene Kerl sich an Schinken delektieren konnte, mußte ein Lebewesen aufgezogen, zur Schlachtbank gezerrt, gequält, abgestochen und mit kochendem Wasser abgebrüht werden. Dieser Mensch kam gar nicht auf den Gedanken, daß das Schwein aus dem gleichen Stoff geschaffen war wie er selbst und daß es leiden und sterben mußte, bloß damit er das Fleisch verzehren konnte. "Wenn es um Tiere geht", habe ich mir oft gedacht, "ist jeder Mensch ein Nazi."
... Ich habe genug gelernt, um zu wissen, daß die Tora das Fleischessen als "notwendiges Übel" betrachtet. Die Tora spricht verächtlich von denen, die sich nach den Fleischtöpfen sehnen."
Isaac Bashevi Singer: "Der Büßer"